Über uns
Ein Wunder auf Rädern, möglich gemacht von Menschen
Die Stiftung Rijden voor Geluk - WunschAmbulanz Haaksbergen und Umgebung ist eine gemeinnützige Ehrenamtsorganisation, die mit der WunschAmbulanz, Trikes und Gespannen unvergessliche Erinnerungen für Menschen möglich macht, die schwer krank oder in ihrer Mobilität eingeschränkt sind.

Unsere Mission
Wir erfüllen Wünsche, die wirklich zählen
Für Menschen, die schwer krank oder in ihrer Mobilität eingeschränkt sind, kann ein scheinbar einfacher Wunsch, noch einmal ans Meer, eine letzte Fahrt auf einem Trike oder in einem Gespann, ein Tag an dem Ort, an dem man aufgewachsen ist, unerreichbar erscheinen. Wir erfüllen diesen Wunsch trotzdem.
Mit unserer speziell ausgestatteten WunschAmbulanz transportieren wir Menschen bequem und sicher, auch liegend. Unsere Trikes und Gespanne sorgen für pure Freiheit und ein Lächeln, das bei Familie und Angehörigen noch lange nachklingt.
Wir sind vollständig auf Spenden, Ehrenamtliche und Sponsoren angewiesen. Jeder Euro und jede Stunde fließt direkt in die Erfüllung von Wünschen.
Wofür wir stehen
Unsere Grundwerte
Alles, was wir tun, tun wir aus diesen Werten heraus.
Unsere Geschichte
Zehn Jahre Wünsche erfüllen
2016
Gründung von Rijden voor Geluk
Nach einem Krankenbesuch bei ihrem Motorradfreund Alex Hoekstra, Inhaber des Pflegebauernhofs De Hosthe in Borculo, beschließen Bonita und Willem Schippers, Rijden voor Geluk zu gründen.
2017
Allererste offizielle Ausfahrt
Sonntag, 14. Mai: der Tag unserer allerersten offiziellen Ausfahrt ab Boekelo, bei der wir sage und schreibe 47 Wünsche erfüllten.
2018
Zweite große Motorradausfahrt ab Boekelo
2018 startete unsere zweite große Motorradausfahrt ab Boekelo. Insgesamt nahmen 174 Teilnehmer auf den verschiedensten Motorrädern teil, mit und ohne Beiwagen sowie auf Trikes. Gemeinsam erfüllten wir sage und schreibe 63 Wünsche.
2019
Neuer Standort Rekken
2019 startete unsere dritte große Motorradausfahrt ab Rekken. Insgesamt nahmen 153 Teilnehmer auf den verschiedensten Motorrädern teil, mit und ohne Beiwagen sowie auf Trikes. Gemeinsam erfüllten wir sage und schreibe 67 Wünsche. Eine Patientin fuhr in der Twenter WunschAmbulanz mit.
2020
Durch Corona kam alles zum Stillstand
2020 konnte unsere zweite Ausfahrt ab Rekken leider nicht stattfinden. Durch Corona kam alles zum Stillstand: keine Ausfahrt, keine Veranstaltung und keine Begegnungen. Gerade in einer Zeit, in der Wärme und Zusammenhalt so wichtig waren, konnten wir nicht das tun, wofür unser Herz schlägt: Glück bringen. Kurz darauf verloren wir auch unseren Standort in Rekken und mussten erneut suchen. Dennoch gaben wir nicht auf. Im August kam ein Lichtblick. Als die Corona-Regeln etwas gelockert wurden, stellte NIBRA Motor Service in Gramsbergen seinen Standort zur Verfügung. Dank dieser schönen Aktion konnten wir in jenem Jahr doch noch eine Ausfahrt organisieren. Mit 124 Teilnehmern und drei Ambulanzen erfüllten wir gemeinsam 18 Wünsche.
2021
Wachstum zu einer mehrtägigen Veranstaltung
2021 fanden wir bei VV Haaksbergen unseren neuen Standort für Rijden voor Geluk. Dieser Ort fühlte sich wie ein frischer Start an. Zum ersten Mal konnten wir von einer eintägigen Ausfahrt zu einem kompletten Pfingstwochenende heranwachsen. Für den Samstag waren unter anderem ein Krammarkt, Live-Auftritte, Kinderaktivitäten und eine Trike- und Gespannfahrt für Menschen mit Behinderung geplant. Am Sonntag sollte die große Motorradausfahrt stattfinden, mit Motorrädern, Trikes, Gespannen und zehn WunschAmbulanzen. Alles war bereit für ein besonderes Wochenende voller Wärme und Zusammenhalt.
Corona macht erneut einen Strich durch die Rechnung
Leider kehrte Corona zurück und die gesamte Pfingstveranstaltung musste abgesagt werden. Monate der Vorbereitung fielen mit einem Schlag weg.
Als die Regeln im August etwas gelockert wurden, beschlossen wir dennoch, eine angepasste Ausfahrt zu organisieren. Trotz der strengen Auflagen nahmen 327 Teilnehmer teil und wir erfüllten gemeinsam sage und schreibe 126 Wünsche.
Caspers letzte Fahrt
Einer der bewegendsten Momente war die letzte Fahrt von Casper Meurs aus Apeldoorn. Casper fuhr schon jahrelang als Gespannfahrer mit uns mit, war inzwischen aber unheilbar krank. Dieses Mal fuhr er in einer WunschAmbulanz mit, umgeben von Hunderten Motorrädern, Trikes, Gespannen und neun weiteren Ambulanzen.
Es war emotional, ihn noch einmal bei unserer Ausfahrt dabeizuhaben. Jahrelang hatte er sich für andere eingesetzt; nun war diese besondere Fahrt für ihn.
Stille und Applaus
An der Großen Kirche in Haaksbergen hielt der Konvoi an. Nach Worten von Pfarrer Job Stein folgte eine Schweigeminute für alle, die verstorben waren oder noch kämpften. Danach erklang ein donnernder Applaus für das Pflegepersonal, das sich während der Corona-Zeit unermüdlich eingesetzt hatte.
Es war ein eindrucksvoller und unvergesslicher Moment.
Erneut Abschied nehmen
Aufgrund der wirtschaftlichen Folgen von Corona musste VV Haaksbergen die Zusammenarbeit beenden. Damit verloren wir erneut unseren Standort und die Suche nach einem neuen Ort begann wieder von vorn.
2022
Ein Neuanfang bei der Haaksbergsche Schutterij
Nach dem Abschied von VV Haaksbergen fanden wir einen neuen Standort bei der Haaksbergsche Schutterij. Vom ersten Gespräch an fühlten wir uns willkommen. Man dachte mit und Türen öffneten sich für uns. Unsere Pfingstveranstaltung konnte weiter wachsen.
Pfingstsamstag - Fest und Zusammenhalt
Am Samstag brodelte das Gelände mit einem Krammarkt aus 70 Ständen, Live-Auftritten, Hüpfburgen, Kinderschminken und Ballonclowns. Für Kinder aus Familien mit geringen finanziellen Möglichkeiten gab es einen kostenlosen Rummel. Ihre strahlenden Gesichter zeigten genau, warum wir diese Veranstaltung organisieren.
Der Tag wurde mit dem Trike- und Gespann-Motorrad-Run abgeschlossen, bei dem Menschen mit Behinderung eine unvergessliche Fahrt erlebten.
Pfingstsonntag - die große Ausfahrt
Am Sonntag, dem 5. Juni, fand Rijden voor Geluk statt. Insgesamt nahmen 329 Teilnehmer auf Motorrädern, Trikes und Gespannen teil. Außerdem fuhren zehn WunschAmbulanzen mit. Gemeinsam erfüllten wir sage und schreibe 112 Wünsche auf einer Route von etwa 65 Kilometern durch Twente und den Achterhoek.
Vor dem Start hielten wir eine Schweigeminute für alle, die uns in den vergangenen Jahren genommen worden waren. Danach setzte sich der eindrucksvolle Konvoi in Bewegung.
Leonies besondere Fahrt
Eine der Teilnehmerinnen war die 44-jährige Leonie Mengerink aus Neede. Durch das Usher-Syndrom erblindet und ertaubt sie langsam. Ihr Wunsch war es, noch einmal den Wind, die Freiheit und die Landschaft von einem Trike aus zu erleben.
Leonie fuhr auf dem gelben Trike von Pieter Moors mit und genoss sichtlich jeden Kilometer.
„Ich kann den Kopf hängen lassen, aber davon wird niemand glücklich“, sagte sie.
Ihre besondere Fahrt zeigte erneut, wie viel Unterschied ein unvergessliches Erlebnis machen kann.
2023
Ein Lachen, eine Träne und eine Schweigeminute
Während des Pfingstwochenendes 2023 bildeten 309 Motorräder und Trikes sowie sechs WunschAmbulanzen gemeinsam einen eindrucksvollen Konvoi auf einer Route von 65 Kilometern. An diesem Tag erfüllten wir sage und schreibe 127 Wünsche. Vor der Abfahrt hielten wir eine Schweigeminute für Jeannet van den Berg. Sie war jahrelang ein Stammgast unserer Ausfahrten und kurz zuvor verstorben. Die Stille, gefolgt vom kraftvollen Klang Hunderter Motorräder, sorgte für einen ergreifenden Moment voller Emotion.
Ein unerwarteter Wunsch
Einen Tag vor der Ausfahrt wurde unerwartet ein Platz in einer WunschAmbulanz aus Rotterdam frei. Dadurch konnten Wil Holthuis aus Enschede und ihr Mann Willem diesen besonderen Tag gemeinsam erleben.
Durch ihre schwere Krankheit war Wils Welt immer kleiner geworden. Die Ausfahrt war für beide eine wunderbare Überraschung und eine willkommene Unterbrechung der täglichen Sorgen.
Ein Tag voller Bedeutung
Entlang der Route standen viele Menschen und winkten und applaudierten. Für die Patienten und Teilnehmer war es viel mehr als nur eine Fahrt: Es war ein Tag voller Freiheit, Zusammenhalt und wertvoller Erinnerungen.
Auch RTV Oost berichtete über die Veranstaltung. Die Bilder zeigten, wofür Rijden voor Geluk steht: Menschen mit einer schweren Krankheit oder Behinderung für einen Moment ihre Sorgen vergessen zu lassen und ihnen einen unvergesslichen Tag zu schenken.
Offiziell eine Stiftung
Im Mai 2023 wurde Rijden voor Geluk offiziell eine Stiftung. Damit erhielt die liebevolle Initiative, die Bonita und Willem Schippers 2016 begonnen hatten, einen offiziellen Status. Was einst aus dem Wunsch heraus begann, anderen einen unvergesslichen Moment des Glücks zu schenken, wuchs immer weiter. Auch der Traum, eines Tages eine eigene WunschAmbulanz anzuschaffen, wurde von Tag zu Tag größer.
2024
Gerries letzte Runde
Manche Momente bleiben einem für immer. Für uns war das die letzte Fahrt von Gerrie Kok, einem Mann, der für Rijden voor Geluk und für Haaksbergen viel bedeutete.
Gemeinsam mit seiner Frau Elly setzte sich Gerrie jahrelang als Verkehrsregler ein. Er stand immer bereit, auch bei Geburtstagsfahrten und besonderen Ausfahrten. Rijden voor Geluk lag ihm sichtlich am Herzen.
Als wir hörten, dass Gerrie unheilbar krank war und Pfingsten nicht mehr erleben würde, beschlossen wir nicht zu warten. Wir schlugen vor, noch am selben Sonntag für ihn zu fahren. Gerrie konnte selbst nicht mehr aufs Motorrad, würde aber in einer WunschAmbulanz mitfahren.
Die Aussicht auf diese Fahrt gab ihm sichtlich neue Kraft. Keine Woche später versammelten sich mehr als hundert Motorräder, Trikes, Autos und Lkw bei der Haaksbergsche Schutterij. Teilnehmer kamen aus den ganzen Niederlanden und sogar aus Deutschland, um Gerrie die letzte Ehre zu erweisen.
Entlang der Route standen Menschen und winkten und applaudierten. Es war keine gewöhnliche Ausfahrt, sondern ein liebevoller und eindrucksvoller Abschied.
Am Dienstag, dem 2. April 2024, seinem 63. Geburtstag, verstarb Gerrie. Obwohl wir wussten, dass dieser Moment kommen würde, traf uns sein Verlust tief. Sein Einsatz, seine Wärme und sein Engagement werden wir nie vergessen.
Während des Pfingstwochenendes, am Sonntag, dem 19. Mai, nahmen 267 Teilnehmer an unserer Ausfahrt teil. Gemeinsam erfüllten wir sage und schreibe 138 Wünsche.
2025
Durch Wind und Wetter
Das Pfingstwochenende 2025 sollte eine unserer größten Veranstaltungen aller Zeiten werden. Monatelang hatten wir mit Herz und Seele darauf hingearbeitet. Mehr als 300 Teilnehmer aus den Niederlanden, Österreich, Belgien, Deutschland und England hatten sich angemeldet. Nach einer Woche harter Arbeit stand alles bereit: der Krammarkt, der Rummel, die Aktivitäten und natürlich unsere große Ausfahrt.
Doch genau an jenem Wochenende schlug das Wetter um. Schwere Regen- und Hagelschauer kamen immer wieder. Am Samstag fiel der Krammarkt mit allen Aktivitäten buchstäblich ins Wasser. Auch am Sonntag schien der Regen keinen Moment aufhören zu wollen. Es tat weh zu sehen, wie all die Arbeit und Vorbereitung durch das schlechte Wetter überschattet wurde.
Dennoch ließen wir uns nicht unterkriegen.
Trotz des anhaltenden Regens kamen am Sonntag 167 Teilnehmer nach Haaksbergen. Gemeinsam stiegen sie auf ihr Motorrad, Trike oder Gespann, um das zu tun, wofür wir alle gekommen waren: Menschen einen unvergesslichen Tag zu schenken. Dank ihres Einsatzes konnten wir an jenem Tag doch noch 38 Wünsche erfüllen.
Unser neuer Bürgermeister, Gerard van den Hengel, sprach vor dem Start zu den Teilnehmern. Danach fuhr er vorne im Konvoi mit. Sein Engagement und seine Anwesenheit bedeuteten uns viel.
Entlang der Route standen trotz des schlechten Wetters überraschend viele Menschen. Mit Regenschirmen und Regenjacken winkten und applaudierten sie den Teilnehmern und Wunschpassagieren zu. Dieses Bild berührte uns tief. Während der Regen weiter fiel, spürte man überall Wärme, Verbundenheit und Liebe.
Das Pfingstwochenende fiel vielleicht buchstäblich ins Wasser, aber die Kraft von Rijden voor Geluk blieb bestehen. Gerade an diesem schwierigen Tag zeigten unsere Teilnehmer, Ehrenamtlichen und Zuschauer, dass Glück sich nicht von Regen oder Hagel aufhalten lässt. Gemeinsam brachten wir erneut Licht, Wärme und unvergessliche Erinnerungen.
Ein Traum, der immer größer wurde
Im Laufe des Jahres 2025 erhielten wir immer mehr Wunschanträge. Mit unseren Trikes und Gespannen durften wir Menschen eine unvergessliche Fahrt und eine wertvolle Erinnerung schenken. Außerhalb des Pfingstwochenendes erfüllten wir in jenem Jahr noch weitere 17 besondere Wünsche.
Gleichzeitig wuchs unser größter Traum: eine eigene WunschAmbulanz. Damit könnten wir auch Wünsche von Menschen erfüllen, die nicht mehr auf einem Motorrad, Trike oder Gespann mitfahren können.
Hinter den Kulissen waren wir daher voll mit den Vorbereitungen beschäftigt. Wir suchten nach einem geeigneten Standort, von dem aus wir unsere Wunschfahrten organisieren konnten und an dem unsere zukünftige WunschAmbulanz einen eigenen Platz bekommen würde. Schritt für Schritt rückte dieser besondere Traum immer näher.
Ein eigener Platz für unseren Traum
Im Juli 2025 wurde uns ein Standort an der Schoolkaterdijk angeboten. Damit rückte ein lang gehegter Traum erneut einen großen Schritt näher: die Anschaffung unserer eigenen WunschAmbulanz.
Ein fester Platz bot uns nicht nur Raum, unsere Tätigkeiten weiter auszubauen, sondern gab uns auch neue Hoffnung und Möglichkeiten, in Zukunft noch mehr besondere Wünsche zu erfüllen.
Unsere Pläne vorgestellt
Am 1. Dezember 2025 stellten wir mit Stolz unsere Pläne für die WunschAmbulanz Haaksbergen Bürgermeister Gerard van den Hengel und dem damaligen Beigeordneten Pieter van Zwanenburg vor. Ein besonderer und bedeutungsvoller Moment, in dem unser lang gehegter Traum fast Wirklichkeit wurde. Die Ambulanz war noch nicht da, aber die ersten großen Schritte waren getan.
Ein Team mit dem Herzen am rechten Fleck
Eine WunschAmbulanz kann nur dank engagierter Menschen existieren. Daher mussten wir ein starkes und zuverlässiges Team aus Koordinatoren, Pflegefachkräften, Ambulanzfahrern und Ehrenamtlichen für die Öffentlichkeitsarbeit zusammenstellen.
Nach einem Aufruf auf Facebook erhielten wir eine besonders warme und liebevolle Mail von Marcia Vorgers-Stolle. Sie bewarb sich um die Funktion der Koordinatorin unserer WunschAmbulanz. Ihre Ankunft erwies sich als Glücksgriff. Marcia brachte Christel Lankreijer mit, mit der sie diese wichtige Aufgabe gemeinsam übernahm.
Mit enormem Einsatz und Engagement bauten diese beiden Damen ein großartiges Ehrenamtsteam auf. Inzwischen besteht dieses Team aus mehr als fünfzig Pflegefachkräften, Ambulanzfahrern und Öffentlichkeitshelfern.
Alle sind es Menschen mit dem Herzen am rechten Fleck. Menschen, die sich uneigennützig einsetzen, um anderen einen unvergesslichen Tag zu schenken, genau so, wie wir es selbst seit fast zehn Jahren mit Liebe und Überzeugung tun.
Unsere Zahlen 2025
- Pfingstwochenende38 Wünsche
- Sonstige Wunschfahrten17 Wünsche
- ZoZijn72 Bewohner
- Philadelphia Enter24 Bewohner
2026
Ein Traum auf R��dern
Am Samstag, dem 28. März 2026, war es endlich so weit: die feierliche Eröffnung unseres neuen Standorts an der Schoolkaterdijk. Nach Jahren des Träumens, Suchens, Durchhaltens und Vorbereitens bekamen Rijden voor Geluk und die WunschAmbulanz Haaksbergen endlich ein eigenes Zuhause.
Ehrenamtliche, Beteiligte und Gäste versammelten sich, um diesen besonderen Moment gemeinsam mit uns zu feiern. Bürgermeister Gerard van den Hengel hatte die Ehre, das Band vor der Eingangstür zu durchschneiden und damit unseren Standort offiziell zu eröffnen.
Alle wussten, dass dieser Ort ein wichtiger Schritt in Richtung unseres großen Traums war: eine eigene WunschAmbulanz. Was fast niemand wusste: Dieser Traum war inzwischen bereits Wirklichkeit geworden.
Die Ambulanz stand sorgfältig verborgen in der Scheune neben unserem Standort. Hinter den Kulissen hatten wir alles in tiefster Geheimhaltung vorbereitet, damit die Überraschung bis zum allerletzten Moment gewahrt blieb.
Kurz nachdem der Bürgermeister das Band durchschnitten hatte, kam plötzlich das Dweilorkest Dwarsbloazers St. Isidorushoeve um die Ecke. Die fröhliche Musik zog sofort alle Aufmerksamkeit auf sich. Die Anwesenden sahen sich verwundert an und fragten sich, was geschehen würde.
Dann öffneten sich langsam die Türen der Scheune.
Mit heulender Sirene und blinkendem Blaulicht fuhr die WunschAmbulanz Haaksbergen nach draußen. Ein Traum, über den wir jahrelang gesprochen hatten, stand plötzlich vor unseren Augen. Die Verwunderung wich Freude, Ungläubigkeit und Tränen der Rührung.
Aus der Ambulanz stiegen Marcia Vorgers-Stolle und Christel Lankreijer, gekleidet in den wunderschönen Uniformen der WunschAmbulanz Haaksbergen. Sie gingen auf den Bürgermeister zu und schüttelten ihm die Hand. In diesem Moment wurde allen bewusst, wie besonders und bedeutungsvoll diese Überraschung wirklich war.
Selbst Bürgermeister Gerard van den Hengel konnte seine Emotionen nicht zurückhalten. Sichtlich gerührt fiel er Bonita in die Arme und ließ eine Träne. Ein Moment, der uns alle tief berührte und den wir nie vergessen werden.
Diese WunschAmbulanz ist für uns viel mehr als nur ein Fahrzeug. Sie steht symbolisch für Liebe, Hoffnung, Freiheit und Menschlichkeit. Dank der Ambulanz können wir jetzt auch Wunschfahrten für Menschen anbieten, die unheilbar oder chronisch krank sind. Auch Menschen, die vorübergehend nicht mobil sind, zum Beispiel durch eine Operation oder einen Beinbruch, können wir an einen Ort mitnehmen, der für sie von großer Bedeutung ist.
Vielleicht ist das noch einmal nach Hause, ein Besuch bei der Familie, ein Tag am Meer, eine besondere Begegnung oder einfach gemeinsam eine schöne Umgebung genießen. Wünsche müssen nicht groß sein, um von unschätzbarem Wert zu sein. Manchmal bedeutet eine Fahrt, eine Begegnung oder ein wertvoller Moment die ganze Welt.
Wo wir früher vor allem Wünsche mit unseren Trikes und Gespannen erfüllen konnten, konnten wir von nun an auch Menschen mitnehmen, für die das körperlich nicht mehr möglich war. Damit öffnete sich für uns eine neue Welt und wir konnten noch mehr Menschen ein Lächeln, eine kostbare Erinnerung und einen Moment des Glücks schenken.
An jenem Nachmittag wurde nicht nur ein Standort eröffnet. Es begann ein neues Kapitel. Ein Traum, der einst klein begann, hatte endlich Räder bekommen.
Zehn Jahre Rijden voor Geluk
Ein unvergessliches Pfingstwochenende voller Freiheit, Zusammenhalt und Emotion.
Von Freitag, dem 22., bis Montag, dem 25. Mai 2026, feierte die Stiftung Rijden voor Geluk ihr zehnjähriges Jubiläum im Park Groot Scholtenhagen in Haaksbergen. Es wurde ein großes und emotionales Pfingstwochenende, an dem Teilnehmer, Besucher, Ehrenamtliche und Künstler mit einem gemeinsamen Ziel zusammenkamen: Menschen, die mit einer Krankheit oder Behinderung leben, einen unvergesslichen Glücksmoment zu schenken.
Ein internationales Jubiläum
In zehn Jahren wuchs Rijden voor Geluk zu einer internationalen Veranstaltung heran. Trike-, Gespann- und Motorradfahrer aus den Niederlanden, Deutschland, Belgien, Österreich und England reisten nach Haaksbergen, um das Jubiläum mitzufeiern.
Manche Teilnehmer kamen mit kleinen Wohnwagen hinter ihren Trikes und übernachteten auf dem Campingplatz Scholtenhagen. Dort entstand ein besonderes internationales Lager. Verschiedene Sprachen, Fahrzeuge und Nationalitäten kamen zusammen, verbunden durch dieselbe Leidenschaft und dasselbe Ziel: Menschen Glück zu bringen, die es so dringend brauchen.
Pfingstsamstag - ein großes Fest
Am Samstag, dem 23. Mai, verwandelte sich der Park Groot Scholtenhagen in ein großes Festgelände. Mit sage und schreibe 170 Marktständen und Verkaufsplätzen fand der größte Krammarkt aller Zeiten in Haaksbergen und Umgebung statt.
Auf dem Gelände des Leichtathletikvereins war Geluksland eingerichtet: ein großes und völlig kostenloses Kinderfest. Kinder genossen einen kompletten Rummel, große Hüpfburgen und zahlreiche weitere Aktivitäten. Niemand musste am Rand stehen bleiben; jedes Kind durfte mitmachen und sorglos genießen.
Außerdem gab es eine eindrucksvolle Wildvogelshow von Valkenflucht aus Enschede. Während des Internationalen Trike-, Gespann- und Motorrad-Runs konnten Kinder, ältere Menschen und Menschen mit einer Krankheit oder Behinderung mitfahren und das Gefühl von Freiheit erleben.
Das Jubiläumswochenende wurde von Musik, Tanz und Unterhaltung umrahmt. Es gab Auftritte von unter anderem Thomas Berge, Dennie Christian, Edwin van Hoevelaak, Manuela und Helene Fischer Tribute by Natasja Poels. Auch verschiedene Künstler, Musikvereine und Tanzschulen aus Haaksbergen und Umgebung traten auf.
Überall wurde gelacht, gesungen und getanzt. Jung und Alt, gesund und krank, Besucher und Ehrenamtliche: Alle gehörten dazu.
Erster Pfingsttag - die internationale Ausfahrt
Am Sonntag, dem 24. Mai, dem ersten Pfingsttag, folgte der emotionale Höhepunkt: die große internationale Ausfahrt von Rijden voor Geluk.
Schon früh am Morgen versammelten sich Motorräder, Trikes, Gespanne, Can-Ams und WunschAmbulanzen beim Schuttershoes. Bis kurz vor der Abfahrt trafen weiter Teilnehmer ein. Schließlich fuhren sage und schreibe 489 Teilnehmer durch die wunderschöne Twenter und Achterhoeker Kulissenlandschaft.
Bürgermeister Gerard van den Hengel nahm die offizielle Eröffnung vor. In seiner Rede drückte er seine große Wertschätzung für die Organisation und die vielen Ehrenamtlichen aus, die sich mit Herz und Seele für Menschen einsetzen, die einen Lichtblick so dringend brauchen.
Auch in diesem Jahr fuhr der Bürgermeister vorne im eindrucksvoll langen Konvoi mit.
Entlang der Route standen überall Menschen und winkten und applaudierten. Für die Passagiere war dies viel mehr als eine gewöhnliche Ausfahrt. Viele von ihnen leben täglich mit einer chronischen oder unheilbaren Krankheit, sind auf einen Rollstuhl angewiesen oder kommen durch ihre Gesundheit kaum noch nach draußen.
Während dieser Fahrt zählte die Krankheit für einen Moment nicht. Es ging um Freiheit, Abenteuer, Aufmerksamkeit und das Gefühl, vollständig dazuzugehören.
Ein lang gehegter Traum fährt mit
Die Emotionen waren in diesem Jahr größer als je zuvor. Zum ersten Mal fuhr unsere eigene WunschAmbulanz Haaksbergen offiziell bei der großen Pfingstausfahrt mit. Auch unsere Werbeambulanz war Teil des Konvois.
Für uns, die Pflegekoordinatoren, Ehrenamtlichen und Sponsoren, war dies ein historischer Moment. Die WunschAmbulanz stand symbolisch für Jahre des Träumens, Zusammenarbeitens, Durchhaltens und Niemals-Aufgebens.
Auch die WunschAmbulanz Zuidoost-Drenthe und die WunschAmbulanz Wish & Care fuhren mit. Ihre Anwesenheit unterstrich die besondere Verbundenheit zwischen Organisationen, die sich mit Liebe dafür einsetzen, Menschen in verletzlichen Situationen ein unvergessliches Erlebnis zu schenken.
Dort fuhr nicht nur ein langer Konvoi von Fahrzeugen durch die Landschaft. Dort fuhren Hoffnung, Liebe und Menschlichkeit vorbei.
Nikei: „Wir machen eine Party“
Der 11-jährige Nikei erlebte eine ganz besondere Fahrt mit der WunschAmbulanz Haaksbergen.
Nikei hat spinale Muskelatrophie, abgekürzt SMA, und nutzt einen Rollstuhl. Ein Jahr zuvor war er körperlich nicht in der Lage, auf einem Trike mitzufahren. Dank unserer neuen, vollständig ausgestatteten WunschAmbulanz konnte er in diesem Jahr dennoch teilnehmen.
Gemeinsam mit seiner Mutter Femke erlebte er die Fahrt aus der Ambulanz. Über einen Bildschirm konnte er alles verfolgen und fühlte sich vollständig als Teil des eindrucksvollen Konvois.
Vor der Abfahrt sagte er voller Begeisterung: „Wir machen eine Party.“
Diese Worte berührten alle. Nikei schaute nicht auf das, was er nicht konnte, sondern auf alles, was an jenem Tag doch möglich gemacht wurde. Und eine Party wurde es.
Sein Lächeln, die liebevolle Unterstützung seiner Mutter und die Fürsorge unserer Ehrenamtlichen machten diese Fahrt zu einem Moment, den niemand je vergessen wird.
208 Wünsche erfüllt
In unserem Jubiläumsjahr erfüllten wir sage und schreibe 208 Wünsche. Hinter jeder Zahl steckt ein Mensch, eine Familie und eine persönliche Geschichte.
Es geht um Menschen, die noch einmal an einen geliebten Ort wollen, ein Familienmitglied besuchen, einen besonderen Tag erleben oder für einen Moment der Krankheit, dem Schmerz und den täglichen Sorgen entkommen möchten.
Diese Glücksmomente sind nur möglich dank des Einsatzes unserer Ehrenamtlichen, Pflegefachkräfte, Fahrer, Motorradfahrer, Triker, Gespannfahrer, Verkehrsbegleiter, Sponsoren, Unternehmer und Künstler.
Sie setzen sich oft uneigennützig und im Hintergrund ein. Nicht für Applaus oder Anerkennung, sondern für dieses eine Lächeln, diese Träne des Glücks und diese unvergessliche Erinnerung.
Ein Jubiläum mit goldenem Rand
Das zehnjährige Jubiläum von Rijden voor Geluk wurde ein Pfingstwochenende, das Haaksbergen nicht so schnell vergessen wird.
Die internationalen Gäste, der große Krammarkt, Geluksland, der kostenlose Rummel, die Hüpfburgen, die Wildvogelshow, der Internationale Trike-, Gespann- und Motorrad-Run, die Künstler und die eindrucksvolle Ausfahrt machten das Wochenende groß.
Aber der wirkliche Erfolg lag nicht in den Zahlen. Er lag im Lächeln eines Kindes. In den Tränen einer Mutter. In dem Ehrenamtlichen, der liebevoll eine Decke zurechtlegte. In dem Motorradfahrer, der seinen Passagier sicher durch die Landschaft fuhr. In Bürgermeister Gerard van den Hengel, der erneut an der Spitze des langen Konvois fuhr. In unserer eigenen WunschAmbulanz Haaksbergen, die zum ersten Mal offiziell an der großen Pfingstausfahrt teilnahm. Und in den unvergesslichen Worten von Nikei: „Wir machen eine Party.“
Zehn Jahre Rijden voor Geluk wurden ein Jubiläum voller Liebe, Freiheit, Zusammenhalt und tiefer Emotionen. Ein Wochenende, an dem Wünsche Wirklichkeit wurden. Ein Wochenende, an dem Tränen und Lächeln nebeneinander bestehen durften. Ein Wochenende voller Glück.
1.057 Wünsche in zehn Jahren
Von 2016 bis einschließlich 2026 hat die Stiftung Rijden voor Geluk insgesamt 1.057 Wünsche erfüllt.
Hinter jedem dieser Wünsche steckt ein besonderer Mensch, eine liebe Geschichte und eine Erinnerung, die für immer bleibt.
Inzwischen durften wir auch schon besondere Wunschfahrten mit unserer eigenen WunschAmbulanz Haaksbergen durchführen. Darauf sind wir unglaublich stolz. Jede Fahrt bestätigt erneut, warum wir das tun: Menschen einen kostbaren Moment der Freiheit, Liebe und des Glücks zu schenken.
Das ganze Jahr über Glück bringen
Rijden voor Geluk ist viel mehr als nur das jährliche Pfingstwochenende. Das ganze Jahr über setzen wir uns dafür ein, Wünsche zu erfüllen und Menschen einen besonderen Moment der Freiheit, Aufmerksamkeit und des Glücks zu schenken.
Mit unserer WunschAmbulanz, Trikes und Gespannen ermöglichen wir kostenlos Wunschfahrten für Menschen, die unheilbar oder chronisch krank sind, mit einer Behinderung leben oder vorübergehend weniger mobil sind. Manchmal geht es um einen letzten Besuch an einem geliebten Ort, eine Begegnung mit der Familie oder einen besonderen Tagesausflug. Manchmal reicht schon eine Fahrt durch die Umgebung, mit dem Wind im Gesicht, um jemanden für einen Moment alle Sorgen vergessen zu lassen.
Auch besuchen wir Pflegeeinrichtungen und organisieren spezielle Fahrten für Bewohner. Darüber hinaus nehmen wir an Krammärkten, Märkten und anderen Aktivitäten teil, um unsere Stiftung bekannt zu machen, Menschen zu begegnen und Geld für neue Wunschfahrten zu sammeln.
Alle Wünsche, die wir erfüllen, bieten wir vollständig kostenlos an. Der Wunschantragsteller und seine oder ihre Familie müssen nichts bezahlen. Dank der Unterstützung von Ehrenamtlichen, Sponsoren, Spendern und engagierten Unternehmern können wir diese besonderen Momente möglich machen.
Hinter jeder Aktivität steht dasselbe Ziel: Menschen erleben zu lassen, dass sie zählen und dass auch in schwierigen Zeiten Raum für ein Lächeln und eine liebe Erinnerung sein darf.
Das Pfingstwochenende ist jedes Jahr ein besonderer Höhepunkt, aber unsere Arbeit geht das ganze Jahr über weiter. Jeder Wunsch, ob groß oder klein, verdient unsere volle Aufmerksamkeit und wird kostenlos und mit ebenso viel Liebe erfüllt.
Der Vorstand
Die Menschen hinter der Stiftung
Ein engagierter Vorstand, der sich ehrenamtlich und mit Leidenschaft einsetzt.

Willem Schippers
Vorsitzender

Bonita Schippers
Stellvertretende Vorsitzende

Rene Bult
Sekretär & Ambulanzfahrer

Guus Aalbersberg
Schatzmeister

Marcel Marbeco
Allgemeines Vorstandsmitglied

Michael Bosch
Allgemeines Vorstandsmitglied

Adrie Trommelen
Vorstandsmitglied und Pflegekraft
Werden Sie Teil unserer Geschichte
Ob Sie einen Wunsch beantragen, Ehrenamtliche(r) werden oder spenden möchten, gemeinsam machen wir den Unterschied.
